Lohnt sich ein Notebook mit 3D-Display?

Nachdem 3D-Fernseher das Wohnzimmer erobern und kaum noch ein Kinofilm ohne 3D-Fassung gezeigt wird, scheint kein Weg mehr an 3D vorbei zu gehen. Mit dem 3DS bringt der Spielkonsolenhersteller Nintendo sogar eine Jackentaschenkonsole mit brillenlosem 3D-Display auf den Markt. Und auch für den heimischen Desktop existieren zahlreiche Möglichkeiten 3D auf den Bildschirm zu bekommen. Warum also nicht auch ein Notebook mit 3D-Display kaufen?

Mobil ist praktisch

Auf Reisen im Hotel einen Film auf dem Notebook schauen ist mittlerweile nicht mehr außergewöhnlich. Auch moderne Spiele lassen sich mit vielen Notebooks problemlos und ohne störende Ruckler spielen.

Ungewöhnlich wird es, wenn man sich dafür eine 3D-Brille aufsetzt und komplett in die stereoskopischen 3D-Welten abtaucht. Immer mehr Notebooks werden mittlerweile mit 3D-Display ausgeliefert. Allen gemein ist der Zwang zur 3D-Brille, autostereoskopische Bildschirme wie in Nintendos 3DS sind in der Größe eines Notebookdisplays bis auf weiteres unerschwinglich.

Je nach Hersteller und verbauter Bildschirmtechnik kommen entweder die aus vielen Kinos bekannten Polfilterbrillen zum Einsatz oder die im Heimkinobereich dominierenden Shutterbrillen. Das 3D-Display wird dann entweder mit “Polfilter 3D” oder “120 Hz Display” beworben. Polfilterbrillen sind dabei deutlich leichter da sie keine aufwändige Technik in der Brille benötigen, dafür ist der 3D-Effekt nicht so stark ausgeprägt.

Nachteile

Und damit kommt auch der größte Nachteil von 3D-Displays im Notebook: Der 3D-Effekt ist stark vom Blickwinkel des Betrachters abhängig. Bei Polfilterdisplays sogar noch mehr als bei Shutterbrillen mit 120hz-Display. Schwankende Zug- oder Autofahrten bieten sich daher für den Filmgenuss in 3D nicht an und auch auf dem Bett oder Sofa darf das Notebook nicht zu stark verrutschen um den Effekt nicht zu ruinieren.

Zudem sind Notebookdisplays prinzipbedingt eher klein, der 3D-Effekt ist aber auf größeren Bildschirmen deutlich ausgeprägter. Um Strom zu sparen dunkeln viele Notebookhersteller ihre Displays zudem stark ab. Unpraktisch: Durch die 3D-Brillen wird zusätzlich viel Licht geschluckt. Der 3D-Film wirkt auf vielen 3D-Notebooks daher zu dunkel und Kopfschmerzen drohen durch die Konzentration auf das Bild.

Für Spiele in 3D sind viele der 3D-Notebooks leider zu leistungsschwach. Die Umrechnung in 3D kostet den Grafikchip sehr viel Leistung, so dass kaum ein aktueller Titel flüssig in 3D laufen wird. Und auch das Umrechnen herkömmlicher 2D-Filme in 3D, eine Funktion die einige Hersteller per Software mitliefern, funktioniert eher schlecht als recht.

Fazit

Wirklich sinnvoll ist 3D am Notebook nur, wenn die Fotos oder Videos der nagelneuen 3D-Kamera auch unterwegs gesichtet oder bearbeitet werden sollen. Dieser Anwendungsbereich wird aber in Zukunft immer stärkere Verbreitung finden, so dass sich für entsprechend interessierte Anwender der Kauf eines 3D-Notebooks durchaus lohnen kann. Zudem die Technik auch bei dem 3D-Display im Notebook nicht halt macht und stetige Verbesserungen die Bildqualität verbessern.