So können Sie den Arbeitsspeicher ihres Notebooks erweitern

Den Arbeitsspeicher eines Notebooks zu erweitern ist sehr einfach. Entnehmen Sie zuerst dem Handbuch des Notebooks die Art des verwendeten Arbeitsspeichers.

In Notebooks finden generell andere Module als in stationären Computern Verwendung, die baulich und in Hinsicht auf ihre Größe an die Platzverhältnisse in Notebooks angepasst sind.

Was ist zu beachten?

Achten Sie deshalb auf die Bezeichnung SO-DIMM. Auch beim SO-DIMM gibt es aber verschiedene Unterschiede bei den Spezifikationen. Zu beachten ist hierbei die Taktung und der CAS Latency Wert.

Bei der Taktung sollten Sie möglichst nicht unter den Wert gehen, für den ihr Notebook vorgesehen ist; andererseits sind die höher getakteten Module bis zu einem gewissen Grad abwärtskompatibel, sie werden dann von Ihrem Notebook mit der vom Notebook maximal bereitgestellten Taktgeschwindigkeit angesprochen.

Dies kann sich insbesondere dann als zweckmäßig erweisen, wenn niedriger getaktetes RAM im Handel nicht mehr erhältlich ist, oder es preislich bereits teurer ist, als die höher getakteten Module. Auch ermöglicht der Kauf höher getakteter Module die spätere Verwendung in anderen Notebooks, die bereits die höhere Taktrate unterstützen.

Zur Zeit sind Taktraten von 800MHz Standard. Die CAS Latency (CL) ist weniger wichtig und bezeichnet die Bereitstellungszeit für auf dem Baustein gespeicherte Daten. Höhere Werte sind hier besser; sie können diesen Faktor jedoch vernachlässigen, da er nur unwesentlich zur Gesamtleistung der Module beiträgt.

Welches Notebook, welcher Prozess?

Haben Sie die geeigneten Arbeitsspeichertypen identifiziert, öffnen Sie die dafür vorgesehen Klappe an der Unterseite ihres Notebooks, gegebenenfalls müssen Sie hierfür einen Schraubenzieher zur Hilfe nehmen.

Prüfen Sie, ob Steckplätze für neues RAM frei sind. Ist dies nicht der Fall, müssen Sie sich von einem oder beiden der alten Module trennen. Hierzu kann gesagt werden, dass generell der Einbau zweier gleichartiger Module, das heißt derselben Größe und desselben Typs vom selben Hersteller beschleunigend wirkt, da diese Module dann im Interleaving-Modus angesprochen werden können.

Übertreiben Sie nicht!

Bitte beachten Sie auch die maximale Größe des Arbeitsspeichers, die ihr Notebook verarbeiten kann, diese entnehmen Sie bitte dem Handbuch. Windows 7 kann derzeit unabhängig davon in der 32-Bit-Version nur bis zu 3 GB Arbeitsspeicher verwalten, für größere Arbeitsspeicher verwenden Sie bitte Windows 7 in der 64-Bit-Version, die im übrigen in Hinsicht auf die Programme vollständig abwärtskompatibel zu der 32-Bit-Version ist.

Berühren Sie nun zuerst ein geerdetes Metallteil, z.B. an einen Heizungskörper, um sicherzustellen, dass Sie nicht durch elektrische Spannung die Elektronik beschädigen. Entfernen Sie dann zuerst, falls dies nötig ist, den vorhandenen Arbeitsspeicher, indem sie die Module vorsichtig aus den Halterungen entnehmen.

Setzen Sie dann den neuen Arbeitsspeicher ohne Gewalt, jedoch mit sanftem Druck in die unterste zugängliche Halterung ein, bis die Halteklammern hörbar einrasten. Verfahren Sie dann mit der obersten Speicherbank auf gleiche Weise. Anschließend verpacken Sie den gegebenenfalls entnommenen alten Arbeitsspeicher antistatisch für spätere Verwendung und schließen die Klappe des Notebooks wieder.

Drehen Sie das Gerät wieder au die Vorderseite und starten Sie es. Beim Bootbildschirm sollte der neu eingebaute Arbeitsspeicher jetzt korrekt angezeigt werden; im BIOS sollte er ebenfalls angezeigt werden. Sie können im BIOS noch Einstellungen wie Interleaving und Taktrate einstellen, normalerweise wird Ihr Notebook hier aber schon die erforderlichen Einstellungen automatisch vorgenommen haben, so dass sie den Arbeitsspeicher sofort verwenden können.

Insgesamt ist die Erweiterung von Notebookarbeitsspeicher sehr einfach und auch als Laie können Sie sie leicht selbst vornehmen, ohne einen Fachmann zur Hilfe zu nehmen!